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Nahrungsergänzung bei Arthrose und Knorpelschäden

Neueste Studien belegen einen sehr positiven Einfluss von Chondroitin und Glucosamin auf  Schmerzgeschehen und Arthrosefortschritt .

Die Arthrose ist eine Gelenkserkrankung, die fast immer mit dem Abbau des Gelenksknorpels einhergeht. Da praktisch jedes Gelenk betroffen sein kann, gibt es viele verschiedene Arten. Am häufigsten treten Gonarthrose (Arthrose des Kniegelenks) , Coxarthrose (Arthrose der Hüfte), Sponylarthrose (Arthrose der Wirbelsäule), Omararthrose (Arthrose des Schultergelenks) sowie  Arthrosen der Hand, des Sprunggelenks und der Zehen auf.

Die Arthrose ist gekennzeichnet durch einen frühzeitigen Gelenksverschleiß. Es kommt zum Abbau der Knorpelsubstanz meist in Kombination mit einem Entzündungsprozess und schließlich zu Gelenksschmerzen und Funktionseinschränkung der betroffenen Gelenke. Ursache können z. B. kleinere Verletzungen in der Kindheit und Jugend sein, die zu rascherer Abnützung des Knorpels führen, sowie Achsenfehlstellungen (X-Beine, O-Beine), übermäßige Belastung (z. B. Übergewicht) oder Stoffwechselstörungen.

Was also tun bei Arthrose und Knorpelschäden?

Gerade bei beginnender Arthrose sind Chondroprotectiva (Knorpelaufbaupräparate) wie Chondroitin und Glucosamin in Kombination mit Bewegungstherapie, Nahrungsumstellung (fischreich und Reduktion von tierischem Fett, um die Entzündungen hintanzuhalten) und Gewichtsreduktion das Mittel der Wahl.

 

Welche Nahrungsergänzung ist zu empfehlen, was gilt als gesichert?

Wie Prof. M.R. Steinwachs in seiner jüngsten Publikation (Arthroskopie 2016.29:75-81 Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016) veröffentlichte, ist sowohl für Glucosamin als auch für die Kombination mit Chondroitin eine signifikante Überlegenheit gegenüber Placebo bei der Schmerzredukion und der strukturellen Arthroseprogression belegt.

In den klinischen Studien konnte bei Einnahme von Glukosamin (2500mg/Tag)  sowie bei Einnahme von Chondroitin (800mg/ Tag) eine Schmerzreduktion, eine Verbesserung der Kniefunktion sowie ein verminderter Arthrosefortschritt nachgewiesen werden.

Für ein Vielzahl weiterer Stoffe wie Vitamine (Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E), MSM, Hyaluronsäure gibt es einige Studien, die einen positiven  Effekt auf das Arthrosegeschehen zulassen. Besonders für  die Verwendung von Weihrauchpräparaten (Boswellia serrata –Extrakt 100mg/Tag) liegen nach aktueller Cochrane-Analyse positive Ergebnisse  vor. Es konnte aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung des Präparats eine signifikante Verbesserung des Schmerzes  nachgewiesen werden.

Bei fortgeschrittener Arthrose ist die Injektionsbehandlung mit Hyaluronsäure sehr zu empfehlen. Die evidente Wirksamkeit bei mittlerer Gonarthrose gilt laut Prof M.R. Steinwachs als belegt.

Bei weiteren Fragen bitte kontaktieren Sie  mich in meiner Praxis.

Dr. Johannes Mayrhofer

Facharzt für Orthopädie und orthopädische Chirurgie Institut Medaktiv, Linz

Kontakt
www.medaktiv.at

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