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Vitamin D

Vitamin D

Studien zufolge leidet im Winterhalbjahr die große Mehrheit der Mitteleuropäer unter einem Vitamin-D-Mangel. Zeit also, an die Einnahme eines Vitamin-D-Produkts zu denken…

Unser Körper benötigt Vitamin D. Eine erdrückende Zahl von Studien belegt, dass Vitamin D in unserem Körper für die reibungslose Funktion nahezu aller Zellen und Organe benötigt wird. Es ist nicht nur maßgeblich an der Erhaltung eines gesunden Knochenapparates beteiligt, sondern wird auch für ein starkes Immunsystem, eine gute Muskelfunktion und eine funktionierende Zellteilung benötigt. Auch die Stimmung kann es positiv beeinflussen und so einer entstehenden Winterdepression entgegenwirken. Mehr als 300 Stoffwechselvorgänge funktionieren nur, wenn Vitamin D in ausreichendem Maß zur Verfügung steht.

Daher auch die Erklärung, dass sich viele chronische Krankheiten auf dem Boden eines Vitamin D- Mangels entwickeln können. Zu diesen zählen Erkrankungen der Knochen, der Muskulatur, des Immunsystems, Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz, Depression, Multiple Sklerose und viele mehr.

Der Apotheker Uwe Gröber von der Akademie für Mikronährstoffmedizin Essen und einer der führenden Mikronährstoffexperten im deutschsprachigem Raum hat zusammen mit Professor Dr. med. Holick von der Universität Boston dem Thema Vitamin D ein ganz Buch gewidmet und bestätigt, dass man bei Vitamin D Mangel ein allgemein höheres Risiko hat vorzeitig zu versterben.

Am Beginn der dunklen Jahreszeit warnen uns Experten wieder vor einem Vitamin –D-Mangel, weil dieses besondere Vitamin nur unter Sonneneinfluss von unserem Körper gebildet werden kann. Leider kommt es in Lebensmitteln nur in äußerst geringen Mengen vor, etwa in Eiern oder Avocados, etwas mehr ist in fettem Meeresfisch (Makrele, Hering) enthalten. Es ist uns daher kaum möglich, dieses wichtige Vitamin in ausreichendem Maß über die Nahrung aufzunehmen. Die entscheidende Quelle ist die Sonne, denn mit Hilfe der UVB- Strahlung wird die Vitamin-D- Bildung angeregt. In unserem Breitengrad ist uns aber die Möglichkeit einer körpereigenen Bildung unter Sonnenstrahlung in den Wintermonaten nahezu unmöglich. Kein Wunder also, dass unser Vitamin-D-Spiegel in dieser Zeit meist zu niedrig ist.

 

Kann man nun einen Vitamin-D-Mangel feststellen?

Ja, mittels eines Bluttests lässt sich Ihr individueller Vitamin-D-Wert ermitteln.

Lassen Sie Ihren Status bei einer Blutuntersuchung vom Hausarzt bestimmen. Der Wert im Serum sollte idealerweise zwischen 40ng/ml und 60ng/ml (entspricht 100-150nmol/l) liegen. Gemessen wird der Wert 25-Hydroxy-Colecalciferol.

Wann sollte Vitamin D eingenommen werden?

Prinzipiell kann unser Körper mit Hilfe von Sonnenlicht selbst Vitamin D herstellen. Gerade aber in den Wintermonaten reicht die Sonnenstrahlung in unseren Breiten für eine körpereigene Synthese leider nicht aus. Die zusätzliche Einnahme von Vitamin D ist daher in den Monaten Oktober bis April empfehlenswert. Durch den hohen Sonnenschutz, den immer mehr Menschen auch in den Sommermonaten regelmäßig auftragen, kann es mittweile auch im Sommer zu einer ungenügenden Eigensynthese von Vitamin D kommen. Also auch immer mal wieder kurz ohne Sonnenschutz den Körper der Sonne aussetzten. Achten Sie aber bitte darauf, dass Sie sich keinen Sonnenbrand zuziehen. Die Eigenschutzzeit der Haut variiert je nach Hauttyp stark!

Welche Dosis ist geeignet und sicher?

Die tägliche Dosis Vitamin D sollte bei 1000IE liegen, um einem Mangel vorzubeugen. Auch für Kinder wäre diese Dosierung geeignet. Hat jedoch der Bluttest ergeben, dass Ihr Vitamin D Status zu niedrig ist, wird auch kurzfristig deutlich höher dosiert. Die Dosis wird Ihr Arzt dann individuell festlegen.

Die immer wieder geäußerte Angst einer Überdosierung durch das fettlösliche Vitamin D ist kaum gegeben. Studien aus Amerika deuten darauf hin, dass Intoxikationen erst bei einer langfristigen täglichen Gabe von vielen Tausend Einheiten Vitamin D auftreten.

Welche Produkte sind empfehlenswert?

Am Markt gibt es eine Vielzahl von Vitamin-D Produkten in Tropfen-, Kapsel- oder Sprayform. Entscheidend ist, dass sie die wirksame Form Vitamin D3 (Cholecalciferol) enthalten sollten. Diese wird meist aus dem Wollfett der Schafe hergestellt und ist daher für Veganer nicht geeignet. Mittlerweile gibt es aber sehr hochwertige VitaminD3- Produkte, die aus Flechten oder Pilzen hergestellt werden und daher vegan sind (z.B. von Nicapur Vitamin D3 Kapseln vegan). Übrigens, die auch im Handel erhältliche vegane Form Vitamin D2 wird nach derzeitigem Stand der Wissenschaft etwas schlechter aufgenommen.

Mein Tipp: Besprechen Sie bei Ihrem nächsten Arztbesuch das Thema Vitamin D und lassen Sie gegebenenfalls Ihren Spiegel bestimmen.

Apothekerin

Mag. pharm. Susanne Zauner

Apothekerin

susanne.zauner@apo-pure.at

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